Buch-Welt-Musik
Medium Rezension
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Diluka, Shani
Renaissance
Shani Diluka
Shani Diluka
Shani Diluka (geb. 7. November 1976 in Monaco) ist eine französische Pianistin sri-lankischer Eltern. Mit sechs Jahren wurde sie von der Fürstin Gracia Patricia von Monaco entdeckt und in das Förderprogramm der Akademie Prinz Rainers III von Monaco aufgenommen. Sie schloss ihr Musikstudium mit Auszeichnung ab und ist seitdem mit verschiedenen CD-Aufnahmen und auf diversen Konzertpodien unterwegs. Sie steht in der Tradition von Arthur Schnabel und Wilhelm Kempff. Ihr Repertoire umfasst Werke von Beethoven, Mendelssohn, Grieg, Chopin, sie schreibt Gedichte, veröffentlichte eine CD für Kinder mit Stücken von Chopin sowie die Histoire de Babar, le petit Elephant des französischen Komponisten Francus Poulent, mit Natalie Dessay als Sprecherin.
Renaissance
Auf ARTE entdeckte ich die Pianistin mit einem Programm, das in etwa der vorliegenden CD entspricht. Mich sprach ihr unaufgeregter, klarer Interpretationsansatz an. Ihr schöner, warmer Klavierklang hat etwas Betörendes, Meditatives. Shani Diluka schreibt dazu im Booklet der CD:
„Meine Werkauswahl konzentriert sich auf die beiden Hochburgen der Renaissance – die elisabethanische und italienische – und auf das Vermächtnis, das ihre Sprache in der Entwicklung der abendländischen klassischen Musik hinterlassen hat. ….Das Heilige begegnet dem Profanen, die Natur dem Göttlichen.“
So erklingen Stücke von John Eccles (1668-1735), William Byrd (ca. 1540-1623), John Dowland (ca. 1563-1626), Girolamo Frescobaldi (11583-1643), Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594), Claudio Monteverdi (1567-1643).
Auf der CD sind ebenfalls Werke von Komponisten eingespielt, die in direkter Nachfolge der Renaissance stehen: Henry Purcell (ca. 1659-1695) Arcangelo Corelli (1653-1713), Domenico Scarlatti (1685-1757), Georg Friedrich Händel (1685-1759) und schließlich Johann Sebastian Bach (1685-1750).
Klaviermeditationen für die Seele
Shani Dilukas Spiel tut gut, beruhigt und zieht in die Musik hinein. Die Musik der Renaissance (wie des Barock kennt durchaus Dramatik, Aufregung, himmelwärts-strebende, zärtlich-liebende Hingabe und rebellische, rachelüsterne oder schmerzbewegte Zustände. Die sind hier nicht zu hören. Doch in so aufgeregten Zeiten, die viel zu viele nervenaufreibende Nachrichten und Botschaften beinhalten, tut es gut, in der Musik Zuflucht, Wärme und Zuversicht zu finden.
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